Olivenöl und seine Qualitätsstufen
Die Qualität von Olivenöl wird in verschiedene Stufen unterteilt, die maßgeblich durch den Herstellungsprozess und die sensorischen Eigenschaften bestimmt werden.
Ein grundlegendes Verständnis der Qualitätsstufen hilft, das passende Olivenöl für unterschiedliche kulinarische Ansprüche zu wählen.
Deshalb haben wir diese einmal zusammengefasst:
Natives Olivenöl Extra
Natives Olivenöl
Olivenöl aus raffinierten und nativen Oliven
Natives Olivenöl Extra (ital. "extra vergine")
Olivenöl in dieser Güteklasse muss höchsten Qualitätsansprüchen genügen und darf keinerlei Mängel aufweisen. Eine besonders geringe Fettsäurezahl ist hierbei ebenso entscheidend wie die Einhaltung schonender Herstellungsverfahren. Nur Verfahren, bei denen keine nennenswerte Wärmezufuhr erfolgt, sind erlaubt. Wird das Olivenöl als "kalt gepresst" deklariert, bedeutet dies, dass die Temperatur während der Extraktion 27°C nicht übersteigen darf. Durch diesen sogenannten „nativen“ Herstellungsprozess bleiben die Aromen des Öls erhalten und es behält seine wertvollen Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, Vitamine und andere gesundheitsfördernde Substanzen, die maßgeblich zur positiven Wirkung auf den Körper beitragen.
Natives Olivenöl
Hier wird das Olivenöl auf die gleiche Weise gewonnen wie jenes der höchsten Güteklasse: Es wird ausschließlich mit mechanischen Verfahren direkt aus den Oliven extrahiert, ohne den Einsatz von chemischen Zusätzen oder größeren Wärmezufuhr. Der Hauptunterschied besteht darin, dass bei dieser Qualitätsstufe geringe sensorische Abweichungen toleriert werden. Das bedeutet, dass das Öl minimale qualitative oder geschmackliche Mängel aufweisen kann, wie etwa eine leicht abweichende Note im Aroma oder eine geringfügige Veränderung in der Farbe oder Konsistenz. Diese Abweichungen sind jedoch so gering, dass sie den Genuss und die Verzehrbarkeit des Öls nicht beeinträchtigen. Es handelt sich nach wie vor um ein sicheres und genussvolles Produkt, das sich bestens für den alltäglichen Einsatz in der Küche eignet und in vielen Gerichten durch seinen milden Geschmack und seine gesundheitsfördernden Eigenschaften überzeugt.
Olivenöl aus raffinierten und nativen Ölen
Dieses Olivenöl wird häufig als Brat-Olivenöl angeboten, da es aufgrund seines neutralen Geschmacks ideal für den Einsatz beim Kochen und Braten geeignet ist. Solche Öle lassen sich gut erhitzen und eignen sich damit hervorragend für die Zubereitung von Speisen bei hohen Temperaturen, ohne dabei ihren milden Charakter zu verlieren oder unangenehme Aromen zu entwickeln. Durch gezielte Hitzebehandlungen können die Hersteller leichte sensorische Fehler im Öl korrigieren, sodass es besonders rein und neutral im Geschmack wird. Mit einem Fettsäuregehalt von maximal 1 Gramm pro 100 Gramm erfüllt es die strengen Anforderungen dieser Qualitätsstufe und bleibt dabei gleichzeitig angenehm leicht. Dieser niedrige Säuregehalt macht das Öl nicht nur bekömmlicher, sondern trägt auch dazu bei, dass es bei der Lagerung und beim Kochen stabil bleibt. Somit ist es eine vielseitige und praktische Wahl für die Alltagsküche und eignet sich ideal für das Anbraten von Gemüse, Fleisch und Fisch, aber auch für die Zubereitung verschiedener Soßen und Marinaden, die von seinem milden, unaufdringlichen Geschmack profitieren.